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Vom Turnierpferd auf den Drahtesel

Steffi Besch (Ostsee Zeitung Rügen) Ingrid Klimke, Olympia-Goldmedaillengewinnerin, erkundete die Insel mit Rad und Roland.

Göhren. Normalerweise bewegt sich Ingrid Klimke auf anmutigen jungen Championaten mit so wohlklingenden Namen wie Pinot, Butts Abraxas oder Escada fort. Doch für ihren einwöchigen Rügenurlaub tauschte sie Turnierpferd gegen einen Drahtesel. „Das Auto bleibt stehen. Wir haben uns jeden Tag eine Tour vorgenommen und unsere Ziele erreichen wir ganz wunderbar mit dem Fahrrad oder dem Rasenden Roland", sagte Ingrid Klimke, die 2012 in London mit ihrer Mannschaft im Vielseitigkeitsreiten die Goldmedaille holte im OZ-Interview in der vergangenen Woche im bei Sonnenschein im Garten des Göhrener Waldhotels. Bereits 2004 lud sie ein Selliner Hotel nach den Olympischen Spielen in Hongkong ein. „Damals sind wir schon hierher nach Göhren geradelt, die Insel und die Natur hier sind einfach nur zauberhaft", fand die Reitmeisterin. Sehr Entspannt nach bereits drei Tagen auf der Insel plauderte die sympathische 45-Jährige aus Münster über ihre Erlebnisse auf Rügen mit Ehemann Andreas und den beiden Töchtern Greta (11) und Philippa (3), die während des Gesprächs im Schwimmbad des Kur- und Wellnesszentrums im Waldhotel planschten. Erzählte über die Ausbildung von jungen Pferden bis zur Championatsreife als Schwerpunkt ihrer Arbeit und bescheiden über ihre sportlichen Erfolge.
Über ihren Vater, den berühmten Reiter Reiner Klimke hatte sie von klein an Kontakt zu Pferden und lernte früh sich im Sattel zu halten. Seit ihrer Jugend reitet sie sowohl Dressur-, Spring- als auch Vielseitigkeitsprüfungen. Neben zahlreichen Deutschen und europäischen Titeln gewann sie 2008 in Hong Kong bei den Olympischen Spielen mit der Mannschaft die Goldmedaille in der Vielseitigkeit und wiederholte diese Platzierung 2012 bei den Olympischen Spielen in London. Kurz darauf bekam Klimke bereits zum dritten Mal vom Bundespräsidenten das Silberne Lorbeerblatt verliehen und ist Präsidentin des Deutschen Reiter und Fahrer Verbandes und seit diesem Jahr auch Botschafterin des Weltreitsport-Verbandes.
Zurück in der Heimat wird sie sich jetzt wieder täglich auf einer Privatanlage in Münster um den Nachwuchs kümmern. „Abraxas werde ich jetzt verabschieden. Die neunjährige Escada rückt nun nach", so Ingrid Klimke. „In der Zeit, wo man auf dem Championat sitzt, muss bereits die Nachfolge geklärt werden. Glücklicherweise ist es uns in der Vergangenheit drei Mal gelungen nahtlos anzuknüpfen."
Na dann steht ja einer weiteren Goldmedaille 2016 in Rio nichts mehr im Weg.

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